Die neue Lutherbibel erleben

Den zum Reformationsjubiläum revidierten Text der Luther-Bibel brachte Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche gemeinsam mit Kammerschauspielerin Dr. Adeline Schebesch in einem besonderen Festgottesdienst am Sonntag, 30.10.2016 um 10:30 Uhr in der Nürnberger Egidienkirche zum Klingen. KMD Gerd Kötter gestaltete den Gottesdienst musikalisch.

 

Auf den Spuren Hermann von Loewenichs

Hermann von Loewenich, Dekan und Kreisdekan in Nürnberg von 1976-94 und Landesbischof der Evang.-Luth. Kirche in Bayern von 1994-99, zählte zu den Kirchenreformern seiner Generation. Aufgewachsen in Nürnberg zwischen Kirche und Hakenkreuz, wollte von Loewenich nach dem Krieg eine demokratische Gesellschaft mitgestalten. In seinem Amt als Studentenpfarrer inmitten der Umbrüche der 1960er Jahre wuchs sein Unbehagen angesichts restaurativer Tendenzen in der Kirche und veranlasste ihn, gemeinsam mit Gleichgesinnten eine kirchliche Reformgruppe, den »Arbeitskreis Evangelische Erneuerung«, ins Leben zu rufen. Ob als Dekan oder Kreisdekan, als Synodaler in Bayern, in überregionalen Gremien oder schließlich als Landesbischof: Von Loewenich engagierte sich für eine offene, den Menschen zugewandte Kirche, die sich selbstbewusst in der Gesellschaft positioniert.

Auf der Basis von schriftlichen Quellen und Interviews mit Zeitzeugen hat Pfarrerin Dr. Angela Hager eine Biographie über Hermann von Loewenich geschrieben, die im Buchhandel erhältlich ist.  

Sie wurde am Mittwoch, 26.10.2016 im Landeskirchlichen Archiv Nürnberg der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Zusammenhang diskutieren von Loewenichs Amtsnachfolger, Altlandesbischof Dr. Johannes Friedrich, der ehemalige Syndolalpräsident Dr. Dieter Haack, Pfarrer Dr. Andreas Grabenstein und Julia Simon über die Impulse, die Hermann von Loewenich seiner Kirche mitgegeben hat. Die Moderation hatte Pfarrer Martin Tontsch. 

Für eine humane Sterbekultur

„Beim Sterben geht es um die Kultur und Humanität einer Gesellschaft. Tod und Sterben sind ein soziales Geschehen. Kein Mensch soll ohne Beistand leben oder ohne liebevolle Fürsorge und Begleitung sterben müssen. Dafür leistet die Hospizarbeit und ihre Ehrenamtlichen Großartiges.
Es steht einer Gesellschaft, die ihre christliche Kultur pflegen will, gut an, Schwerkranke und Sterbende nicht abzuschieben, ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen und sich dies auch etwas kosten zu las-sen. Ökonomische Zwänge müssen am Sterbebett Halt machen. Unsere Gesellschaft gewinnt durch eine humane Sterbekultur an Humanität.“

Dies sagt Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern zum Beginn der Hospiz- und Palliativwoche Nürnberg vom 2.-9.10.2016, die sie am Sonntag, 2.10.2016 in St. Klara gemeinsam mit dem katholischen Stadtdekan Hubertus Förster in einem Gottesdienst um 16:30 Uhr eröffnet.

Anglikanische Pfarrerin in Hilpoltstein

Seit Ende September tut die anglikanische Pfarrerin Judy Dinnen in Franken Dienst tun. Sie kommt als erste Austauschpfarrerin im Rahmen der Partnerschaft des Kirchenkreises Nürnberg mit der englischen Diözese Hereford nach Hilpoltstein (Landkreis Roth). Dinnen wird drei Monate in Hilpoltstein bleiben

Am Dienstag, 11. Oktober 2016 feiert sie um 18:30 Uhr einen Abendmahlsgottesdienst nach anglikanischem Ritus, an dem auch Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche teilnimmt. Im Anschluss daran informiert sie bei einem Gemeindeabend über das kirchliche Leben in der Church of England.

Zu den Gewalttaten in München und Ansbach

Wir sind entsetzt und zutiefst betroffen über die brutalen Angriffe in München und Ansbach, die elf Menschen das Leben gekostet und unzählige Menschen in Angst und Schrecken versetzt haben. In Gedanken sind wir bei den Opfern und bei allen, die um sie trauern.

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten im Kirchenkreis, die Raum und Gelegenheit bieten für Gedenken, Anteilnahme und Gebet sowie für eigene Erschütterung, Sorgen und Ängste.

Brexit: Distress and shame

In einem bewegenden Brief bringen die Bischöfe unserer langjährigen anglikanischen Partnerdiözese Hereford ihre Betroffenheit und Sorge über den Ausgang des EU-Referendums sowie ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Nürnberg weiter eine Brücke zwischen Menschen in England und Deutschland bilden wird.

Lesen Sie auch den Antwortbrief der Nürnberger Regionalbischöfe.

Gedenken für die Opfer von Nizza

Am heutigen Abend, 15. Juli, findet um 19:00 Uhr in St. Egidien eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer und Hinterbliebenen des gestrigen Anschlages in Nizza statt.
Der Chor „Les voix de Nice“ aus der Partnerstadt Nizza, der sich gerade auf Konzertreise in Nürnberg befindet, wird geistliche Musik singen. Die Gedenkfeier gestalten Pfarrer Martin Brons, der evangelische Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche und der römisch-katholische Regionaldekan Hubertus Förster auf deutsch und französisch.
Egidius, der französische Heilige St. Gilles, ist einer der vierzehn Nothelfer und liegt in St. Gilles, in Südfrankreich begraben. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung findet ein Empfang statt.

Realisten mit offenen Armen

Ihren Dank und Respekt für Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, haben die Regionalbischöfe beim Jahresempfang in St. Lorenz am 21.6.2016 zum Ausdruck gebracht.

Im Gespräch mit Thomas Prieto-Peral waren: Hamid Bagheri, Samer Al Hakim, Erwin Bartsch und Dr. Martina Löhner.

Die Ansprache der Regionalbischöfe finden Sie als pdf, Eindrücke des Abends gibt Ihnen das Photoalbum.

Reden von dem, was begeistert

Es ist eine multikulturelle Gesellschaft, die an Pfingsten vor 2000 Jahren in Jerusalem zusammenkommt: Menschen aus allen Bereichen der damaligen Welt rund um das Mittelmeer und im Nahen Osten, kulturell und sprachlich unterschiedlich geprägt.

Sie alle hören die Jünger Jesu zu ihnen reden von dem, was für sie unendlich wertvoll ist: Dass die Sache mit dem Mann aus Nazareth, der Gott und die Menschen aus tiefstem Herzen liebte und Gewaltlosigkeit in letzter Konsequenz lebte, weitergeht. Ihre Begeisterung geht ihnen so nahe, als wäre es ihre eigene Muttersprache.

Seit dem letzten Pfingstfest sind über eine Million Menschen neu nach Deutschland gekommen. Unsere Gesellschaft ist bunter geworden. Vor uns liegt eine Zeit der Integration und des Zusammenwachsens.

Finden wir die richtige Sprache dafür? Ohne Abwertung des Anderen, aber auch ohne oberflächliches Alles-richtig-machen-Wollen? Können wir begeistert von den eigenen Wurzeln sprechen: Von einer christlichen Tradition und Kultur, in der Freiheit und Verantwortung des Einzelnen, Eigenverantwortung und Solidarität der Gesellschaft zusammengehören? Von einer Tradition, aus der schließlich, auch wenn es lange gedauert hat, die Idee der Würde und der Rechte jedes Menschen hervorging?

Wenn man uns abnimmt, dass wir diese Kultur selbst gut finden und für sie stehen, dann wird die Begeisterung ankommen und nicht die Belehrung. Und das ist die wichtigste Grundlage für eine achtsame und sensible, aber auch offene und ehrliche Diskussion über die positiven Wertegrundlagen unserer bunten Gesellschaft.

Einkehr mit Bach

Im Rahmen einer besonderen Kooperation versucht RB Stefan Ark Nitsche in diesem Jahr, die Welt der Passion aus einer theologischen Perspektive zu entschlüsseln: An der Nahtstelle zwischen den beiden Teilen der Johannes-Passion, die von der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von GMD Marcus Bosch aufgeführt wird, spricht er "Worte zur Passion".

25. MÄRZ 2016, 18.00 UHR, OPERNHAUS Nürnberg
26. MÄRZ 2016, 17.00 UHR, LAURENTIUS-KIRCHE, Altdorf

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