Ruhe aus Geborgenheit und nicht aus Bequemlichkeit

In seiner Sylvesterpredigt stellt Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche auch dieses Jahr die Jahreslosung des zu Ende gehenden Jahres auf den Prüfstand: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen eine Mutter tröstet.“ (Jesaja 66,13) 

„Trost war 2016 nötig: Für die Gewaltopfer in Syrien, im Irak und in der Türkei, in Nizza, München, Ansbach, Berlin und an anderen Orten; aber auch dieses Jahr wieder in vielen persönlichen Lebenssituationen,“ so Nitsche. „Immer ging das Leben weiter, aber wie? Ohne innere Ruhe öffnet sich die Zukunft nicht und fehlt der klare Blick für das, was jetzt dran ist. Aus dem Trost des Gottes, der uns in den Arm nehmen möchte wie eine gute Mutter, kann diese Ruhe wachsen.“ 

Eine solche Ruhe aus Geborgenheit ist in seinen Augen das schiere Gegenteil einer Ruhe aus Bequemlichkeit, die das Unangenehme ausblendet und einmal gefundene Lösungen als alternativlos hinstellt. „Sie kommt aus dem Vertrauen darauf, dass ein Leben, das sich an Versöhnung und Menschlichkeit orientiert, auf Dauer Bestand hat, weil es unter dem Segen Gottes steht.“ 

Der Festgottesdienst zum Altjahresabend findet statt am Samstag, 31. Dezember 2016 um 18 Uhr in St. Lorenz in Nürnberg. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Bachchor St. Lorenz unter der Leitung von KMD Matthias Ank mit Werken von Antonin Dvorak, Felix Mendelssohn Bartholdy und Martin Torp.